Ikud’s Weblog

September 23, 2008

Weltweit erfolgreich – Führung und Unternehmen in internationalen (und interkulturellen) Kontexten

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The Global Leadership and Organizational Behaviour Effectiveness Research Programm, kurz die GLOBE Studie, hat sich unter der Leitung von Robert J. House zum Ziel gesetzt, empirische Daten über den Zusammenhang zwischen Gesellschaftskultur, Unternehmenskultur und Führungsstilen zu finden. Seit 1991 erfasst das Team aus 170 Management- und Sozialwissenschaftlern die Daten von 17 370 Managern des mittleren Managements aus 951 Unternehmen und 62 Ländern.

Im Zentrum der GLOBE Studie steht die Frage nach dem „globalen Manager“: Gibt es einen Managertyp, der weltweit als effektiv erachtet wird und darüber hinaus auch eine weltweite Akzeptanz besitzt? Gibt es bestimmte Merkmale von Führung, die in jeder Kultur geschätzt werden, so dass eine einzelne Person weltweit als erfolgreicher Manager tätig sein kann?

Ein weiteres Thema ist der Einfluss der Gesellschaftskultur auf die Unternehmenskultur: Inwieweit wird ein Unternehmen von der Kultur der Gesellschaft aus der das Unternehmen kommt, beeinflusst? Wirkt sich die Kultur der Gesellschaft ebenso auf das Führungsverhalten Einzelner aus?

Im Rahmen der Studie wurden neun Kulturdimensionen definiert. Die Kulturdimension Leistungsorientierung beschreibt etwa, wie stark sich die jeweilige Kultur an Leistungen orientiert. Liegt der Wert einer Person auf ihrer Persönlichkeit oder eher auf ihren Fähigkeiten oder steht der berufliche Status stark im Vordergrund? Die Kulturdimensionen sind der Ausgangspunkt für den Versuch, verschiedene Kulturen miteinander zu vergleichen, um kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu kategorisieren. Auf der Basis dieser Strukturierung werden Handlungsweisen entwickelt, die eine erfolgreiche Kooperation zweier Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern unterstützen. Wie etwa verhalte ich mich gegenüber jemandem, der aus einer Kultur kommt, innerhalb derer die Persönlichkeit eines Menschen wichtiger ist als seine Fähigkeiten? Wie reagiere ich, wenn er bei seiner Arbeit Fehler macht? Welchen Einfluss hat die Kulturdimension Humane Orientierung (beschreibt den Grad inwieweit Individuen durch Macht und Eigentum oder durch soziale Beziehungen motiviert werden) auf meine Reaktion?

Die Fragen der GLOBE Studie sind besonders aufschlussreich für Unternehmen, die international tätig sind. Unter anderem wird die Bildung multikultureller Teams mit den Ergebnissen dahingehend unterstützt, als dass die einzelnen Mitglieder in Bezug auf ihre interkulturelle Kompetenz geschult werden. Erst die Berücksichtigung kultureller Unterschiede und vor allem die Sensibilisierung des Einzelnen ermöglichen eine erfolgreiche Kooperation. Ebenso verhält es sich in Bezug auf Unternehmen, die ihre Führungskräfte oder Mitarbeiter ins Ausland entsenden.

Die GLOBE Studie ist für Trainer ebenso aufschlussreich, die im interkulturellen Bereich tätig sind. Die Ergebnisse der Studie dienen aufgearbeitet als Grundlage für interkulturelle Trainings sowie Coachings.

Weltweit erfolgreich…

September 5, 2008

Integrationskonzept für russischsprachige Akademiker bei der Otto Benecke Stiftung (OBS e.V.)

Die Otto Benecke Stiftung e.V. setzt sich besonders für russischsprachige Akademiker ein und unterstützt diese mit spezifischen Weiterbildungsprogrammen. Im Auftrag der Bundesregierung tätig, bietet sie eine Fülle von Kursen für die berufliche und kulturelle Integration dieser Personengruppe.

Für den Bereich der kulturellen Integration hat IKUD Seminare ein spezifisches Konzept entwickelt, das bereits seit 2005 etwa 3-4-mal jährlich durchgeführt wurde. Diese Schulung führt die russischsprachigen Akademiker in die Grundlagen interkultureller Kommunikation ein und schafft so eine Sensibilisierung für potentielle Konfliktsituationen. Besonderes Augenmerk liegt auf Integrationsthemen, der Reflexion eigener Erlebnisse und der Bildung und Verwendung von Stereotypen. Es werden Handlungsempfehlungen entwickelt. Es soll den betreffenden Personen ermöglicht werden sich nicht nur sprachlich, sondern auch kulturell in der neuen Umgebung zu orientieren und die Handlungsweisen ihres Gegenübers zu verstehen. Eine besondere Schwierigkeit ist hier die Integration in den Arbeitsmarkt im Hinblick auf die Anerkennung von im Ausland erlangten Qualifikationen.

Das Seminar kann sich nach jeder Durchführung über positive Bewertungen seitens der Teilnehmer freuen. Eine der Ursachen hierfür ist sicherlich das multikulturelle Trainerteam von IKUD Seminare. Es ist auf diese Weise möglich alle Perspektiven aus erster Hand zu beleuchten und so auch den Teilnehmern eine gewisse Sicherheit zu vermitteln.

Für weitere Informationen: Integrationskonzept für russischsprachige Akademiker

„Interkulturelle Handlungskompetenz in globalen Arbeitsgruppen“ Erfolgreich präsentieren bei internationalen Meetings IG Metall Frankfurt

Der Arbeitsalltag ist heute häufig durch Umstände geprägt, die aus dem internationalen Kontext resultieren, in dem wir uns präsentieren und bewähren müssen. Dies erfordert nicht nur Flexibilität, sondern auch eine hohe Sensibilität und vor allem das Wissen über die Dinge, die eine Zusammenarbeit fördern können. Es handelt sich hierbei nicht nur um sprachliche, sondern auch um interkulturelle Kompetenzen. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe sind etwa die Ursache für unterschiedliche Arbeitsweisen und müssen daher für eine erfolgreiche Kooperation  berücksichtigt werden.

Im Juli dieses Jahres konzipierte IKUD® Seminare das Trainingskonzept „Internationale Handlungskompetenz in globalen Arbeitsgruppen“, um international tätige Experten der IG Metall bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Bei Begegnungen auf europäischer Geschäftsebene kommt neben der sprachlichen, die Schwierigkeit der kulturellen Vielfalt hinzu, welche zu einer großen Herausforderung für alle Teilnehmer werden kann. Es existieren neben unterschiedlichen Arbeitsweisen auch verschiedene Präsentationstechniken oder Arten von Konferenzverhalten. So ist allein die Art und Weise ein Treffen zu beginnen vielfach andersgeartet und vom baldigen Beginn mit inhaltlichen Themen bis hin zum gemütlichen Kennenlernen vieles möglich. Des Weiteren ist zu klären, ob die Konferenz von der Person mit dem größten Fachwissen oder derjenigen mit dem höchsten Status begonnen werden sollte. Hauptziel der Veranstaltung war daher die Erarbeitung allgemeiner Richtlinien für internationale Projekte.

Besonderen Dank geht von unserer Seite auch an Petra Wlecklik, Ressort Migration IG Metall Frankfurt, die Ihnen bei Rückfragen gerne auch zur Verfügung steht.

Dieses Konzept bieten wir sowohl als offene Veranstaltung sowie als Inhouse-Seminar an.

Für weitere Informationen: Interkulturelle Handlungskompetenz- IG Metall

Konzeption eines nachhaltigen Weiterbildungsprozesses im interkulturellen Bereich bei der IBC SOLAR AG

IBC SOLAR macht sich seit 1982 für Solarstrom stark. Das Unternehmen entwickelte sich von einem kleinen Familienunternehmen zu einem Unternehmen, welches heute Standorte weltweit und Tochterfirmen im Ausland besitzt. Die globale Expansion stellte IBC SOLAR vor neue und vor allem internationale Herausforderungen.

Im Zuge dieser Entwicklung stiegen auch die Anforderungen an die Personalentwicklung des Unternehmens. IKUD Seminare unterstützte daher Hartmut Kuehn und Dusanka Nikolic von IBC Solar bei der Entwicklung eines internationalen Weiterbildungsprogramms für die Mitarbeiter. Diese sollten auf die Herausforderungen der globalen Expansion vorbereitet werden. Themen waren hierbei: interkulturelle Zusammenarbeit und Teambildung  sowie Diversity Management. Die Zugehörigkeit zu unterschiedlichen Kulturen bedeutet nicht nur, dass die Mitarbeiter unterschiedliche Sprachen sprechen, sondern auch, dass sie unterschiedliche Auffassungen über Pünktlichkeit, Hierarchie oder Arbeitsweisen besitzen.  Der Abteilung Personalentwicklung sollte ein Werkzeug für weitere selbstständige Schulungen in die Hand gegeben werden. IBC Solar sollte selbst in der Lage sein, ihre Mitarbeiter zu schulen und diese vor möglichen Missverständnissen mit ausländischen Kollegen sowie vor Stress im Zusammenhang mit dieser neuen Situation zu schützen.

Eine erste interne Weiterbildung bei IBC Solar fand bereits mit großem Erfolg statt. Mögliche Problemstellungen im Rahmen der Zusammenarbeit von Mitarbeitern mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund konnten angesprochen und diskutiert werden. Die Weiterbildung wurde von den Mitarbeitern positiv aufgenommen und später als besonders hilfreich bewertet.

Für weitere Informationen: Weiterbildung im interkulturellen Bereich- IBC Solar

Interkulturelle Kompetenz in der Polizeiausbildung- Polizei Fachhochschule Brandenburg

Der Arbeitsalltag der Polizei hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert. Verstärkt benötigen die Mitarbeitenden nun interkulturelle Handlungskompetenzen, um in oft angespannten Situationen angemessen auf kulturelle Besonderheiten eingehen zu können. Dies ist im polizeilichen Kontext von besonderer Dringlichkeit, da Fehlinterpretationen schnell zu Vorverurteilen und falschen Reaktionen sowie rechtlichen Folgen führen können.

Diesem Umstand folgend nahm sich die Polizei der Fachhochschule Brandenburg vor, ein nachhaltiges interkulturelles Ausbildungskonzept zu entwickeln. Sieben AusbilderInnen der Fachhochschule wurden daher bei IKUD Seminare als Tutoren für das Fünf-Kulturen-Spiel ausgebildet. Das von Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Flechsig entwickelte Fünf-Kulturen-Spiel ist eine komplexe Kulturkontaktsimulation, die es ermöglicht, das Zusammentreffen unterschiedlicher Kulturen und somit unterschiedlicher Denk- und Verhaltensweisen zu simulieren und somit Teilnehmenden Handlungsperspektiven zu ermöglichen und diese zu reflektieren. Im Kontakt mit Menschen, die einen anderen kulturellen Hintergrund besitzen gelten auch andere „Spielregeln“. Diese zu kennen, erleichtert die Kontaktaufnahme erheblich und beugt Missverständnissen, Konfliktsituationen und Stress vor. Es kann beispielsweise zu Problemen führen, weibliche Beamte als führende Vermittler in einem Konflikt zwischen Personen aus stark Männer dominierten Kulturen einzusetzen.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und führte dazu, dass das Fünf-Kulturen-Spiel nun ein fester Bestandteil der Ausbildung an der Polizei Fachhochschule Brandenburg ist

Wir danken den AusbilderInnen der Polizei Fachhochschule Brandenburg für die gute Zusammenarbeit. Besonderer Dank geht von unserer Seite aus auch an Ausbildungsleiter Herrn Bernd Kruse, der Ihnen bei Fragen auch gerne zur Verfügung steht.

Auch das Team von IKUD® Seminare ist natürlich jederzeit bereit, Ihnen weitere Auskünfte zu unseren Projekten zu geben und Sie individuell zu beraten.

Für weitere Informationen: Interkulturelle Kompetenz in der Polizeiausbildung

Interkultureller Trainer im Bereich Sprachenausbildung

Die Vermittlung von Sprachkenntnissen sollte Hand in Hand mit der Vermittlung interkultureller Kompetenzen gehen. Denn was nützt die sprachliche Ausdrucksfähigkeit, wenn man die kulturellen Gewohnheiten einer Kultur nicht kennt?

Um diese Inhalte in geeigneter Form in den Unterricht integrieren zu können, bedarf es jedoch einer sorgfältigen didaktischen/methodischen Herangehensweise. Aus diesem Grund bot IKUD®-Seminare in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Sprachen und Interkulturelle Kompetenz der Fachhochschule Kiel im Juli 2008 das Seminar „Interkultureller Trainer im Bereich Sprachenausbildung“ an.

Den Kern der Veranstaltung bildete die Vermittlung grundlegender interkultureller Kompetenzen für TrainerInnen und Lehrende, die im Sprachbereich tätig sind oder sein wollen. Dies beinhaltete die theoretischen Grundlagen interkultureller Kommunikation, als auch die Selbstreflexion im Hinblick auf die eigene kulturelle Prägung. Es sind nicht nur Sprachprobleme, die verhindern, dass Menschen sich verstehen können, sondern auch etwa Meinungen darüber, wie man sich anderen Menschen gegenüber verhält oder auf welche Art und Weise Arbeiten erledigt werden. Die gesamte Veranstaltung fand vor dem Hintergrund der methodischen Umsetzung der Themen statt. Weitere Inhalte waren: die Bedeutung von Sprache im interkulturellen Kontext, das Design interkultureller Trainingsmodule, der sichere Umgang mit der Zeitplanung und der Einsatz unterschiedlicher Techniken im Bereich der methodischen Umsetzung der erlernten Inhalte.

Das Seminar war ein voller Erfolg und wurde von alle Teilnehmern als hilfreich und sehr gut bewertet. Auch Frau Victoria Regensburg, tätig im Bereich Deutsch als Fremdsprache an der FH Kiel und Fiona Bubbers, Leiterin des Lehrgebiets Englisch zeigten sich sehr erfreut über den positiven Verlauf des fünftägigen Seminars.

Für weitere Informationen: Interkultureller Trainer im Bereich Sprachenausbildung

Interkulturelles Training für MitarbeiterInnen der Diakonie Mülheim

Die MitarbeiterInnen der Diakonie Mülheim treffen in ihrem Arbeitsalltag täglich auf Personen mit einem Migrationshintergrund. Ihre Arbeit findet somit in einem internationalen Kontext statt. Folge dieser Situation ist eine erhöhte Anforderung an die Kompetenz der MitarbeiterInnen. Dies meint jedoch nicht nur die kommunikative, sondern auch und vor allem die interkulturelle Kompetenz der beteiligten Personen.

Die Mitarbeiterschulung im Jahr 2007 führte aus diesem Grund in die Methoden interkultureller Handlungskompetenz ein und gab den Teilnehmern den nötigen Einblick in den Bereich der interkulturellen Kommunikation. Anhand von Fallbeispielen und Simulationen wurden Handlungsstrategien aufgezeigt und so eine Sensibilisierung für unterschiedliche kulturelle Kontexte erzeugt. Nicht nur Sprache, sondern auch kulturelle Hintergründe können zu Missverständnissen und Konflikten führen, die einer erfolgreichen Kooperation im Wege stehen. So ist beispielsweise die Art und Weise, wie Menschen unterschiedlichen Geschlechts oder Alters miteinander kommunizieren können für viele Migranten von Bedeutung.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde die Einbindung der vorgestellten Elemente in den beruflichen Alltag der MitarbeiterInnen behandelt. Dies gelang durch einen praktischen Bezug der vorher erlernten Methoden auf die spezifischen Arbeitskontexte der Diakonie. Durch die praktische Umsetzung wurde es den Teilnehmern ermöglicht eigene Erfahrungswerte zu bilden.

Besonderer Dank geht von unserer Seite aus an Frau Ioanna Zacharaki, die Ihnen bei Fragen auch gerne zur Verfügung steht.

Möchten auch Sie Ihre MitarbeiterInnen für den komplexen internationalen Alltag schulen? Sprechen Sie uns an!

Für weitere Informationen: Interkulturelles Training- Diakonie Mülheim

Gestaltung eines interkulturellen Planspiels für ein internationales Event von circ corporate experience gmbh & co kg Welcome Event Build2gether

Für einen Kunden, der gerade mit einem US-amerikanischen Unternehmen fusionierte, sollte ein internationales Event organisiert werden. Ziel der Veranstaltung war es, die oberste Führungsebene beider Unternehmen miteinander „bekannt zu machen“.

IKUD Seminare unterstützte den Prozess, unterschiedliche Führungsebenen und -stile zusammenzubringen. Eine Planspiel-Simulation mit dem Titel „What are you all about“ bot Gelegenheit zum Nachdenken und zur Reflexion. In dem Planspiel ging es um das Bewusstwerden der eigenen Kultur und das Herausarbeiten der unterschiedlichen Denk- und Interaktionsweisen der anderen Kultur. Unterschiedliche kulturelle Hintergründe bedeuten auch unterschiedliche Arbeits- und Führungsstile, Hierarchieverständnisse und Verhaltensweisen. Diese Unterschiede können unberücksichtigt zu Missverständnissen und erheblichen Kooperationsproblemen führen, die eine Zusammenarbeit unmöglich machen.

Die spielerische Herangehensweise sagte allen Beteiligten sehr zu und wurde als äußerst hilfreich und konstruktiv für den darauf folgenden Umstellungsprozess empfunden.

Besonderer Dank geht von unserer Seite aus an Herrn Harald Jacob von Circ Corporate Experience, der maßgeblich an der Implementierung des Projekts beteiligt war.

Das Team von IKUD® Seminare unterstützt gerne auch Sie bei der Konzipierung und Durchführung von Workshopelementen für interne Events.

Für weitere Informationen: Interkulturelles Planspiel- CIRC Corporate Experience

Interkulturelle Kompetenz in der Personalentwicklung? Zunächst gilt es, Überzeugungsarbeit zu leisten!

Sie führen interkulturelle Trainings durch? Dann kennen Sie vermutlich folgende Reaktionen von Personalabteilungen und Mitarbeitenden: „Ein interkulturelles Training benötigen wir nicht, unser Unternehmen bzw. unsere Mitarbeitenden sind tolerant und der internationale Umgang ist eingespielt.

Wer würde schon von sich behaupten, nicht tolerant gegenüber Personen anderer kultureller Herkunft zu sein? Schwingt hier nicht gar die Angst mit, ausländerfeindlich zu sein? Denn die Gründe für das Scheitern, sei es in der täglichen Zusammenarbeit oder innerhalb global agierender Teams, können durchaus anders attribuiert werden. Normale Erklärungsmuster, warum Zusammenarbeit auch innerhalb der gleichen Kultur nicht funktioniert, reichen dafür aus: „Der „Andere“ sei eben unzuverlässig, nicht kollegial oder einfach unfreundlich…

Ein Scheitern aufgrund unterschiedlicher kultureller Sozialisation scheint somit ausgeschlossen oder ist zumindest unwahrscheinlich, womit der Bedarf für die Schulung interkultureller „Toleranz“ tatsächlich überflüssig wäre. Die 1991 von Robert J. House initiierte und noch immer laufende GLOBE Study, eine internationale Untersuchung des Führungsverhaltens in weltweit 62 Ländern, weist jedoch eindeutig nach, dass der Großteil von Führungsmerkmalen und Verhaltensweisen kulturabhängig ist. Das heißt, dass Dimensionen wie bspw. Machtdistanz, Leistungsorientierung oder soziale Orientierung ihre spezifische Wirkung erst in der jeweiligen Kultur entfalten: Welchen Wert Loyalität hat und  was darunter verstanden wird, hängt somit hauptsächlich von der kulturellen Prägung der einzelnen Mitarbeitenden ab. Eine beiden Parteien fremde Arbeitssprache wie bspw. Englisch kaschiert diesen Zusammenhang noch zusätzlich.

Die so entstehenden psychologischen Barrieren – wie sie Andreas Bittner  in seinem Artikel „Psychologische Barrieren bei interkulturellen Trainings“. nennt – müssen daher als erstes bearbeitet werden. Es bedarf zunächst einer Sensibilisierung der Mitarbeitenden für  Gemeinsamkeiten und Unterschiede, um dann in einem zweiten Schritt Optionen für zukünftige Zusammenarbeit zwischen Personen unterschiedlicher kultureller Sozialisation zu erarbeiten. Diese – Grundkompetenzen – sollten unbedingt aufgebaut werden, bevor länderspezifische Trainings erfolgen, da ansonsten immer die Gefahr besteht, dass kulturspezifische Informationen wie eine Art „universelle Anleitung“ verstanden werden. Die Stärkung allgemeiner Kompetenzen -von der Sensibilisierung für eigene und fremde Werte bis hin zur Fähigkeit zum Perspektivwechsel und dem Umgang mit Konflikten – gibt Teilnehmenden eines interkulturellen Trainings hingegen die Möglichkeit, kontextspezifisch zu entscheiden. Somit werden Personen aus anderen Kulturen nicht mehr auf einen abstrakten Kulturstandard reduziert. Ein nachhaltig aufgebautes interkulturelles Training bindet persönliche Erfahrungen der Teilnehmenden mit ein und zeigt darauf aufbauend Wege und Optionen für einen kultursensibleren Umgang auf.

Der Aufbau interkultureller Kompetenz stellt eine der Herausforderungen dar und ist oft der entscheidende Erfolgsfaktor im internationalen Geschäft. Eine weitere Voraussetzung dafür ist es, die interkulturelle Kompetenz der Mitarbeitenden zu koordinieren und auszubauen, um so die Basis für eine interkulturelle kompetente Organisation zu schaffen. Diese Koordination verlangt ein gezieltes interkulturelles Management, um die unterschiedlichen interkulturellen Denk- und Handlungsweisen der Mitarbeitenden in den Arbeitsalltag global agierender Unternehmen zu integrieren.

Für weitere Informationen: Interkulturelle Kompetenz in der Personalentwicklung

Die Zielsetzung interkultureller Trainings

Das Erlangen interkultureller Kompetenz ist ein mehrschichtiger Prozess, der ein umfassendes Verständnis gegenüber Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Menschen verschiedener Kulturen verlangt. In einem zweiten Schritt sollte dieses Wissen mit Handlungsfähigkeit verknüpft werden; man eignet sich also die Fähigkeit an, mit diesem Wissen umzugehen und sich so in verschiedenen Kulturen angemessen verhalten zu können.

Damit ist jedoch nicht gemeint, das Verhalten von Menschen der Zielkultur zu kopieren, sein eigenes gewohntes Verhalten vollständig aufzugeben und sich zu assimilieren, sondern es bedeutet vielmehr, Eigenschaften seiner eigenen kulturellen Umgebung erfolgreich mit Eigenschaften der Zielkultur zu kombinieren und so eine erfolgreiche Integration innerhalb des Ziellandes herzustellen

Auch im Bereich firmeninterner Kommunikation ist der Umgang mit kultureller Vielfalt und Heterogenität an der Tagesordnung und somit sind Kenntnis und Berücksichtigung kultureller Unterschiede unerlässlich und vielmehr noch – ein entscheidender Erfolgsfaktor im interkulturellen Geschäft! Ein Unternehmen ist interkulturell kompetent, wenn auch das Management interkulturell ausgerichtet ist  und auf die Bedürfnisse der internationalen Belegschaft individuell eingehen kann.

Dabei helfen kann die Kenntnis der so genannten Kulturstandards, die im Rahmen verschiedener Studien herausgearbeitet wurden und anhand derer man das Verhalten von Kulturgruppen bestimmen kann. In Deutschland vorherrschende Kulturstandards sind zum Beispiel: Sachorientierung, Wertschätzung von Strukturen und Regeln, Zeitplanung (Monochronismus), Trennung von Persönlichkeits- und Lebensbereichen sowie Individualismus. Eine Gegenüberstellung deutscher und beispielweise französischer Kulturstandards macht die Notwendigkeit interkultureller Trainings deutlich. Da in Deutschland beispielsweise das Streben nach Individualismus bezeichnend ist, in Frankreich jedoch die Gruppenorientierung (Kollektivismus), lässt sich bereits an diesem Punkt auf unterschiedliche Arbeitsweisen schließen. Unberücksichtigt können diese zu erheblichen Schwierigkeiten im Arbeits- und Teamprozess führen. Deshalb ist es wichtig, sich diese Unterschiede bewusst zu machen, um dementsprechend handeln und führen zu können und so die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu schaffen.

Ein weiteres Beispiel für ein mögliches Hindernis in Bezug auf die erfolgreiche firmeninterne Kommunikation multinationaler Unternehmen sind die so genannten Verhaltensnormen. Besitzen diese den Anspruch einer globalen Gültigkeit und werden nationale Unterschiede nicht berücksichtigt, führt dies zu einer wenig produktiven Arbeitsatmosphäre. Fordert das Unternehmen etwa ein Alkoholverbot am Arbeitsplatz, so stößt dies in Frankreich, wo ein Glas Wein zum Mittagessen eine eigene Tradition darstellt, auf Widerstand.

Damit Sie in einer solchen Situation angemessen reagieren können, bietet Ihnen IKUD®-Seminare eine Auswahl verschiedener Seminare und Trainingsmaßnahmen, wie zum Beispiel Internationale Teambildung, Interkulturelles Verhandlungstraining sowie ein Seminar Einführung in die Methoden interkulturellen Trainings.

Für weitere Informationen: Zielsetzung interkultureller Trainings

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