Ikud’s Weblog

Dezember 3, 2008

Berufsbild interkultureller Trainer – Welche Anforderungen stellt die Durchführung interkultureller Trainings an Seminarleiter?

Den interkulturellen Trainer/die interkulturelle Trainerin erwarten im Berufsleben vielfältige Herausforderungen: Lediglich Auslandserfahrung, eine pädagogische Ausbildung oder Tätigkeit im Personalwesen reichen nicht, um qualitativ hochwertige Trainingsmaßnahmen planen und durchführen zu können.

Im Zuge der immer weiter fortschreitenden Globalisierung begegnen sich zunehmend Menschen – im beruflichen wie privaten Umfeld – mit einem für sie jeweils fremden kulturellen Hintergrund. Die interkulturelle Begegnung stellt die Akteure vor neue Situationen, in denen angemessen kommuniziert und reagiert werden muss. Dies geschieht zunächst anhand der in der eigenen Kultur erlernten Handlungsmuster; um Missverständnisse aufgrund der falschen Einschätzung von fremdkulturellen Interaktionspartnern zu vermeiden, sind interkulturelle Trainings die ideale  Weiterbildungsmaßnahme.

Insofern nehmen die Attraktivität des Berufsbilds und die Nachfrage am Arbeitsmarkt nach interkulturellen Trainern bzw. nach Personen, die in diesem Bereich eine Zusatzqualifikation aufweisen können, stetig zu. Eine gewisse Auslandserfahrung und Grundlagenkenntnisse der Erwachsenenbildung sind dabei unerlässlich, doch wird oftmals unterschätzt, welche weiteren Kompetenzen für die Vorbereitung und Durchführung von interkulturellen Trainings notwendig sind. Um diese speziellen Kompetenzen zu erwerben, bietet IKUD® Seminare die durch die Deutsche Gesellschaft für interkulturelle Trainingsqualität e.V. (dgikt) offiziell geprüfte und zertifizierte „Ausbildung zum Interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen“ an.

Hier werden Kernkompetenzen, der Transfer zur Anwendung, das Design interkultureller Trainingsmodule, Simulationen und Fallmethoden vermittelt: Dies sind die wesentlichen Tools für die Durchführung eigener Trainings und Coachings. Im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Angeboten kommt der Entwicklung eines eigenen Programms bzw. Trainings hier besondere Bedeutung zu. Damit haben die Absolventen bereits Materialien und Programme zur Hand, die für die Positionierung im Arbeitsfeld als interkultureller Trainer verwertet werden können. Der Transfer von Theorie in die Praxis ist die Stärke von IKUD Seminare – unsere Absolventen profitieren davon.

Speziell für interkulturelle Trainer, die auf selbstständiger Basis arbeiten bzw. eine Existenzgründung planen, sind zusätzlich allgemeine Kenntnisse im rechtlichen und kaufmännischen Bereich unerlässlich. Hierzu gehören Selbstorganisation, Büroorganisation, Kundenakquise sowie Werbung und Marketingstrategien. IKUD® Seminare bietet diesbezüglich individuell auf den Einzelfall zugeschnittene Beratung und Coachingmaßnahmen an. Für Existenzgründer stehen Mittel der KfW-Förderbank zur Finanzierung dieses Beratungsbedarfs bereit. Nähere Informationen zur „Ausbildung zum Interkulturellen Trainer (m/w) in 5 Modulen“ sowie zu Beratung und Coaching finden Sie unter www.IKUD-seminare.de. Bei weiteren Fragen steht Ihnen das Team von IKUD® Seminare jederzeit gerne auch persönlich zur Verfügung.

Berufsbild interkultureller Trainer

Internationales Personalmanagement – die Zukunft multinationaler Unternehmen

Im Zuge der Globalisierung vernetzt sich die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit anderen Ländern zunehmend. Dabei steht trotz des vermeintlich rein ökonomischen Kontextes der Mensch im Zentrum: Produktion wie Dienstleistung sind auf allen Ebenen von einer funktionierenden interpersonalen Kommunikation abhängig. Folglich gewinnt der interkulturelle Kommunikationsaspekt weiter an Gewicht und Aktualität.

Personalabteilungen stehen heute in international agierenden Unternehmen vor immer neuen Herausforderungen: Die drei klassischen Aufgaben des Personalmanagements, Einstellen und Halten, Bewerten und Entlohnen sowie Teambildung müssen im interkulturellen Umfeld neu hinterfragt und positioniert werden.

Im Spannungsfeld zwischen weltweiter Standardisierung von Unternehmensvorgängen und lokaler Differenzierung steht der internationale Personalmanager. Er muss eine hohe interkulturelle Kompetenz aufweisen und wissen, durch welche personalwirtschaftlichen Aktivitäten die Unternehmensziele im In- und Ausland erreicht werden können.

Die Entsendung von Expatriates, deren Begleitung und Wiedereingliederung ist dabei nur eine der vielfältigen Aufgaben. Es liegt auf der Hand, dass angesichts der enormen Vielfalt kultureller Dimensionen (Zeitverständnis, Einstellung zu Hierarchien, Grad des Individualismus/Kollektivismus…) die Auslandsvorbereitung von Mitarbeitern essentiell ist. Man geht von über 45,7% gescheiterter Joint Venture-Projekte aus, die nicht etwa aufgrund finanzieller, juristischer oder organisatorischer Probleme, sondern rein aus Gründen fehlgeschlagener interkultureller Kommunikation zu großen ökonomischen Verlusten führten. Wer als individualistischer Westeuropäer in asiatischen Ländern Einzelpersonen durch Lob oder Kritik vor der Gruppe hervorhebt, ruft schnell Unbehagen hervor. Da dieses in der Regel nicht direkt geäußert wird, verschlechtert sich die Arbeitsatmosphäre bei Wiederholungen unmerklich bis hin zur für den Europäer völlig überraschenden Aufkündigung der Zusammenarbeit. Intensive Vorbereitung, etwa durch interkulturelle Trainings, beugt hier vor: Wer sensibilisiert ist für die multinationale Begegnung, kann in seiner Position als Personaler angemessen agieren und beispielsweise interkulturelle Assessment-Center selbst durchführen.

Weiterhin müssen Mitarbeiter der Personalabteilungen in ihrer Funktion als Durchführende firmeninterner Schulungen und Weiterbildungsmaßnahmen hinsichtlich der Spezifika multinationaler Arbeitssituationen ein breites Wissen vorweisen. Hierzu gehören auch die Analyse von Konflikten hinsichtlich ihrer kulturellen bzw. persönlichen Bedingtheit und die Zusammenstellung von – teilweise virtuellen – Arbeitsteams. Wird bei der Teambildung nicht beachtet, welche Arbeitsweisen in der Herkunftskultur der Teammitglieder präferiert werden, ist Misslingen und damit einhergehende finanzielle Verluste vorprogrammiert. Spätestens dann wiederum wird eine interkulturelle Mediation notwendig, die eine spezielle Ausbildung voraussetzt.

Insofern ist es für Human Resources-Manager unumgänglich, Kompetenzen auf dem Gebiet der Interkulturalität auszubauen. Nur so kann das Funktionieren von Arbeits- und Kommunikationsprozessen in multinationalen Unternehmen gesichert werden, denn gerade die Steuerung und Organisation von Humankapital ist die Schaltstelle im Aufbau internationaler Geschäftsbeziehungen.

Für weitere Informationen:
Internationales Personalmanagement – Die Zukunft multinationaler Unternehmen

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